06.11.2026

Über die Deglomeration an der Akademie für Soziale Demokratie

Vom 16. bis 18. Oktober 2026 fand in Wieńcu-Zdrój und Włocławek der vierte Teil der diesjährigen Akademie für Soziale Demokratie (ADS) statt.

Der erste Tag der Tagung begann mit einer Kennenlernrunde der ADS-Gemeinschaft, an der die diesjährigen Teilnehmer sowie Absolventen der vergangenen Jahre teilnahmen; die Workshops wurden von Helena Nitkiewicz geleitet. Anschließend bot sich auch Gelegenheit zu Gesprächen über politische Kommunikation – Dr. Bartosz Machalica erläuterte die Bedeutung des Geschichtenerzählens in der Kommunikation politischer Parteien. Dr. Marcin Wroński stellte hingegen den neuesten Bericht zur Erbschafts- und Katastersteuer vor.


Den Teil zum Thema Entdichtung und regionale Entwicklung eröffneten am Samstag Dr. Max Brändle, Büroleiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Warschau, und Krzysztof Kukucki, Bürgermeister von Włocławek. Zu den behandelten Themen gehörten die aktuelle Aufteilung der Woiwodschaften und Möglichkeiten ihrer Änderung (Dr. Łukasz Zaborowski), das Potenzial der kommunalen Untereinheiten (Grażyna Jałgos-Dębska) sowie die Dezentralisierung als Chance für die Entwicklung des polnischen ländlichen Raums (Dorota Dembińska).


Ein wichtiger Programmpunkt war der Besuch in Włocławek, bei dem die Teilnehmer gemeinsam mit dem Bürgermeister Krzysztof Kukucki die Stadt erkundeten und sich mit der Stadträtin von Włocławek, Elżbieta Rutkowska, trafen, um über lokale Herausforderungen und Maßnahmen zugunsten der Region zu sprechen – das Treffen wurde von Katarzyna Duda moderiert. Auf dem Programm standen außerdem Mediationsworkshops unter der Leitung von Marcin Grzybowski, die der Förderung von Dialog- und Konfliktlösungsfähigkeiten gewidmet waren.
Die Gespräche am Sonntag konzentrierten sich auf die Lebensqualität in kleineren Orten. Olga Gitkiewicz, Autorin des Buches „Nie zdążę“, sprach über die Bedürfnisse im Zusammenhang mit dem öffentlichen Nahverkehr außerhalb der Großstädte; moderiert wurde die Veranstaltung von Maciej Zaboronek. Über lokale Arbeitsmärkte diskutierten hingegen Agata Mróz, Expertin am Polnischen Wirtschaftsinstitut, und Marek Szymaniak, Autor des Buches „Zapaść. Reportagen aus kleineren Städten“.


Die dreitägige Veranstaltung bot Raum für den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven. Die behandelten Themen zeigten, dass nachhaltige Entwicklung die Stärkung lokaler Gemeinschaften, die Verfügbarkeit öffentlicher Dienstleistungen, ein gutes Verkehrsnetz und die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten unabhängig vom Wohnort erfordert.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Anwesenheit, ihr Engagement und die inspirierenden Gespräche sowie bei den Referentinnen und Referenten für die Weitergabe ihres Wissens und ihrer Erfahrungen!


Foto: Aleksander Jura.

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