13.07.2026

Polnisch-Deutsches Sicherheits-Tandem 2026

In einer Welt, in der sich die globale Ordnung rasch und tiefgreifend wandelt und die europäische Sicherheitsarchitektur vor beispiellosen Herausforderungen steht, gewinnt die Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland besondere Bedeutung. In diesen Kontext fügte sich das diesjährige Deutsch-Polnische Sicherheitstandem ein, das wir erneut gemeinsam mit der Aleksander-Kwaśniewski-Stiftung „Amicus Europae“ organisiert haben. Das Sicherheitstandem ist eine Plattform für den Dialog auf hoher politischer Ebene, die sich der strategischen Rolle Polens und Deutschlands bei der Gestaltung der Zukunft Europas widmet.

Das diesjährige Treffen widmete sich dem Thema möglicher gemeinsamer Maßnahmen Polens und Deutschlands zur Stärkung der Position Europas als bedeutender Akteur in der Sicherheitspolitik. Angesichts des Krieges in der Ukraine, der zunehmenden globalen Rivalität und der Notwendigkeit, die europäischen Verteidigungsfähigkeiten neu zu definieren, gewinnt die Frage nach der Verantwortung für die gemeinsame Sicherheit zunehmend an Bedeutung. Wir diskutierten über den neuen Platz Europas in der NATO, darüber, wie wirksame Mechanismen der transatlantischen Zusammenarbeit aufgebaut werden können, und darüber, wie das auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität basierende europäische Lebensmodell geschützt werden kann. Vor dem Hintergrund des wenige Tage später unterzeichneten deutsch-polnischen Abkommens über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich gewann das Treffen eine besonders aktuelle Dimension.

An der Debatte nahmen Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil, die sowohl aktuelle Herausforderungen als auch langfristige Entwicklungsrichtungen der europäischen Sicherheitspolitik analysieren, darunter Dietmar Nietan, Marek Siwiec, Monika Sikora, Miguel Berger, Konrad Gołota, Janusz Reiter, Piotr Buras und Tobias Cremer. Das „Sicherheits-Tandem“ ist ein Raum, in dem sich polnische und deutsche Perspektiven begegnen, ergänzen und zu gemeinsamem Handeln inspirieren – für ein stärkeres, widerstandsfähigeres und handlungsfähigeres Europa.

Friedrich-Ebert-Stiftung
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