29.05.2026

Studienreise ehemaliger Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung

Vom 27. bis 28. Mai hatten wir in Warschau eine Gruppe ehemaliger Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Gast. Die Förderung von Kontakten und die Weiterentwicklung von Personen, die einst von der FES unterstützt wurden, gehören zu den Prioritäten der Stiftung. Auf diese Weise entsteht ein Expertennetzwerk aus Vertretern von Wissenschaft, Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen, das die Arbeit der FES fachlich unterstützt.

Ein Bereich, in dem die Entwicklung ehemaliger Stipendiaten gefördert wird, sind thematische Studienreisen. In diesem Jahr hatten wir das Vergnügen, eine Reise nach Warschau und Vilnius mitzuorganisieren, die sich mit der Wahrnehmung dieses Teils Europas in Bezug auf Sicherheitsfragen befasste. Es waren zwei sehr intensive Tage, gefüllt mit interessanten Begegnungen und Diskussionen mit Experten.

Die ehemaligen Stipendiaten trafen sich unter anderem mit Vertretern der deutschen Botschaft, die ihnen ihre Einschätzung der Zusammenarbeit mit Polen im Bereich Sicherheit und Europapolitik darlegten.

Großes Interesse fand die Diskussion mit Małgorzata Kopka-Piątek vom Institut für öffentliche Angelegenheiten darüber, wie die polnische Gesellschaft ihre Widerstandsfähigkeit im Kontext hybrider Bedrohungen und kriegerischer Konflikte sowie von Desinformation einschätzt und wie es um das gesellschaftliche Vertrauen steht.

Ein besonderer Programmpunkt des Besuchs war das Treffen mit ehemaligen FES-Stipendiaten aus Polen, das zu einem Abend des Erfahrungsaustauschs und der Erinnerungen wurde.

Der nächste Tag begann mit einem Besuch in der Zentrale von Frontex, wo Resa Ahmari, Pressesprecherin der Agentur, und Volker Eggert, Verbindungsbeamter der Bundespolizei, die Besonderheiten der Arbeit und die wichtigsten Herausforderungen dieser Institution vorstellten.

Der Aufenthalt in Warschau endete mit einem Treffen mit Marek Siwiec, dem Kabinettschef des Sejm-Marschalls und Vorsitzenden des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Neuen Linken, sowie mit Ireneusz Bil, dem Direktor der Aleksander-Kwaśniewski-Stiftung „Amicus Europae“. Wir diskutierten über die Reaktion auf hybride Bedrohungen, die Rolle der deutsch-polnischen Zusammenarbeit bei der Gestaltung der europäischen Außenpolitik sowie über die sich wandelnde globale Weltordnung.

Die ehemaligen Stipendiaten verließen Warschau bereichert um neues Wissen und mit einem besseren Verständnis der polnischen Sichtweise auf die geopolitische Lage und Sicherheitsfragen.

Friedrich-Ebert-Stiftung
Przedstawicielstwo w Polsce

ul. Poznańska 3/4
00-680 Warszawa
Polska

+48 22 418 79 51
polska(at)fes.de