28.10.2025

Workshop zum Thema gerechte Transformation

Die Friedrich-Ebert-Stiftung in Warschau organisierte am 21. Oktober in Warschau am Sitz des Allpolnischen Gewerkschaftsbundes (OPZZ) einen Workshop, an dem Mitglieder der Arbeitsgruppe für gerechte Transformation des OPZZ sowie Politiker und Experten der Neuen Linken teilnahmen.

 

Das Treffen widmete sich der Suche nach wirksamen Methoden, um über die Energiewende in Polen zu sprechen – auf verständliche, glaubwürdige und engagierte Weise. Die Teilnehmer analysierten gemeinsam, wie man skeptische Bevölkerungsgruppen erreichen, auf Ängste im Zusammenhang mit den durch den Klimawandel bedingten wirtschaftlichen Veränderungen reagieren und die Vorteile einer grünen Wirtschaft aufzeigen kann. Der Workshop bot Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung neuer Kommunikationsinstrumente, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Klimapolitik zu gewährleisten.
Ausgangspunkt der Diskussion war ein Bericht, der vom Sinus-Institut im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt wurde: „Was denken die Menschen wirklich über den sozial-ökologischen Wandel?”. An der Diskussion nahmen Anita Sowińska, stellvertretende Ministerin für Klima und Umwelt, und Max Brändle, Direktor der Warschauer Niederlassung der Friedrich-Ebert-Stiftung, die die Studie in Auftrag gegeben hatte, teil.
Die Studie wurde vom Meinungsforschungsinstitut Sinus in 19 Ländern mit einer Gruppe von 23.000 Befragten durchgeführt. Der polnische Teil der Studie zeigt interessante Einstellungen der Befragten, die einerseits offen für die Unterstützung der Transformation hin zu einer nachhaltigen Energieerzeugung und Industrie sowie zum Umweltschutz sind, andererseits aber die damit verbundenen Kosten fürchten, insbesondere für die Ärmsten. Die Befragten weisen unter anderem auch auf die Notwendigkeit hin, die Arbeitnehmer in diesem Prozess zu unterstützen, einschließlich öffentlicher Investitionen, und auf die Vorrangigkeit aktueller materieller Fragen gegenüber den Auswirkungen der Umweltzerstörung in der Zukunft.
Es wurde auch über die Frage der Kommunikation der mit der Transformation verbundenen Veränderungen innerhalb der Gesellschaft und die bisher in diesem Bereich begangenen Fehler diskutiert, worauf der bei dem Treffen anwesende Sprecher der Neuen Linken, Łukasz Michnik, hinwies.
Das Treffen bot auch eine gute Gelegenheit, den Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Klima und Umwelt die Anmerkungen und Fragen der Teammitglieder zu übermitteln.
 

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